Innenentwicklung lohnt sich!

Seit 2008 widmet sich die Allianz Oberes Werntal intensiv der Innenentwicklung, der Wiederbelebung der Ortskerne. Poppenhausens Bürgermeister Ludwig Nätscher hat in dieser Arbeitsgemeinschaft von zehn Gemeinden die Sprecherrolle im Bereich der Interkommunalen Zusammenarbeit übernommen.

Nach zehn Jahren wurden die Bemühung zur Innenentwicklung mit einer Studie überprüft, mit dem eindeutigen Ergebnis:

Es lohnt sich für die Gemeinde und für die Bürger, sich für eine Wiederbelebung der Ortskerne anzustrengen.

 

Das hat die Allianz Oberes Werntal gemeinsam erreicht:

2008: Potenzielle Flächen zur (Wieder-)Nutzung:            3360 (= 304,2 Hektar)

2017: Aktivierte Flächen und Gebäude:                         1139 (= 102,3 Hektar)

                                                                                   = Aktivierungsquote: 34 Prozent

 

Das hat Poppenhausen erreicht:

2008: Potenzielle Flächen zur (Wieder-)Nutzung:           245

2017: Aktivierte Flächen und Gebäude                            97 (= 7,9 Hektar)

                                                                                   = Aktivierungsquote: 40 Prozent

Genutzt wurden:

  • 34 klassische Baulücken (von 108)
  •   7 leerstehende Hofstellen (von 12)
  • 52 Hofstellen mit Restnutzung (von 111)
  •   0 leerstehende Wohngebäude (von 4)

 

Pro 1000 Einwohner wurden umgerechnet 22,3 Flächen und Gebäude wieder genutzt.

 

 

Art und Anzahl der Nachnutzung:

Einwohnerzahl  2008: 4045

                          2016: 4359  =  + 7,8 Prozent

 

Neu ausgewiesene Bauplätze (2008-2017):       32

Neu hinzugekommene Potenziale im Innern: .   69

Fest steht:

Ohne Innenentwicklung hätte es zusätzlich 4,0 Hektar Fläche im Außenbereich gebraucht.

Eingespart wurden daher Kosten          

  • für Straße, Kanal, Wasser, Strom (4,05 Kilometer)
  • für Ausgleichs- und öffentliche Grünflächen (1,83 Hektar)

Insgesamt wurden zwischen 2008 und 2017 in Poppenhausen dreimal mehr Flächen im Innern wieder genutzt als im Außenbereich neu bebaut wurden.

  • Verhältnis Innen- zu Außenentwicklung: 3 zu 1

Die Ergebnisse der Evaluierung für die Allianz Oberes Werntal zeigen:

Innenentwicklung lohnt sich in vieler Hinsicht:

  • weil die Ortskerne wieder lebendig und attraktiv werden
  • weil Flächen gespart werden, auch durch ein gemeinsames Flächenmanagement
  • weil Kosten für zusätzliche Infrastruktur in den Neubaugebieten vermieden werden
  • weil keine Flächen versiegelt werden, mit allen Nachteilen für die Umwelt
  • weil fränkische Baukultur erhalten bleibt, die für Herzenswärme sorgt
  • weil jedes Ortsbild einzigartig ist und seine Gebäude, Straßen und Plätze Identität für die Bewohner stiften

In den vergangenen zehn Jahren ist in den Allianzgemeinden ein gemeinsames Bewusstsein für Innenentwicklung gewachsen, um der Verödung der Ortskerne entgegen zu wirken.

Zahlreiche Aktivitäten haben wir entwickelt oder nutzen sie:

  • Leitlinie einer Innen- vor einer Außenentwicklung in der Oerlenbacher Erklärung
  • Tag der Innentwicklung, um an Beispielen zu zeigen, wie Bauen und Sanieren im Bestand funktioniert
  • Fachvorträge und Informationen für Bauherren im Modellprojekt Bauhütte Obbach
  • Kommunale Förderprogramme
  • Erstbauberatung durch Architekten
  • Beratung durch die Innenentwicklungslotsen
  • Entsorgungsmöglichkeiten für Bauschutt
  • Immobilienbörse
  • Dorferneuerung und Städtebauförderung

Innenentwicklung bleibt eine dauerhafte Aufgabe: Wir müssen dranbleiben!

 

Bei Fragen zum Bauen im Ortskern berät Sie die Innenentwicklungslotsin der Gemeinde, Katharina Wirsching, Telefon (09725) 7110-25.

 

Eine ausführliche Darstellung der Aktivitäten finden Sie auf der Seite der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal. Einsehbar ist dort auch der Bericht zu den Studienergebnissen.